Misslungene Haartransplantation korrigieren: Was möglich ist und was nicht
Nicht jede Haartransplantation gelingt. Eine zu tiefe Haarlinie, sichtbare Einzelgrafts, überentnommene Spenderregionen oder Narben nach älteren Streifenentnahmen sind reparierbar, aber schwieriger als ein Ersteingriff.
Die häufigsten Korrekturgründe
Zu tief oder zu gerade gesetzte Haarlinie
Eine gerade Linie über der Stirn wirkt künstlich, weil eine natürliche Haarlinie unregelmäßig verläuft. Zu tief gesetzt passt sie mit fortschreitendem Alter nicht mehr zum Gesicht.
Sichtbare Einzelgrafts, das Puppenhaar-Muster
Entsteht, wenn zu große Grafts zu weit auseinander in der vordersten Reihe gesetzt wurden.
Überentnommene Spenderregion
Wenn zu viel auf einmal entnommen wurde, wirkt der Hinterkopf ausgedünnt. Das ist der schwerste Fall, weil Material fehlt.
Narben nach FUT
Ältere Streifenentnahmen hinterlassen eine lineare Narbe, die sich häufig mit Einzelgrafts kaschieren lässt.
Was eine Korrektur schwieriger macht
- Die Spenderregion ist bereits einmal beansprucht, es steht weniger Material zur Verfügung
- Vernarbtes Gewebe im Empfängerbereich ist schlechter durchblutet
- Falsch gesetzte Grafts müssen teils entfernt oder umgesetzt werden, bevor neu gesetzt werden kann
- Häufig sind zwei Sitzungen mit Abstand nötig
Was realistisch erreichbar ist
In vielen Fällen lässt sich das Erscheinungsbild deutlich verbessern: die Haarlinie weicher und unregelmäßiger gestalten, Lücken auffüllen, Narben kaschieren. Ein Ergebnis, das aussieht, als hätte es nie einen Ersteingriff gegeben, ist dagegen nicht immer möglich. Wer Ihnen das ohne Untersuchung zusagt, sollte Sie misstrauisch machen.
Der erste Schritt
Eine Korrektur beginnt mit einer nüchternen Bestandsaufnahme: Wie viel Spendermaterial ist noch da? Wie ist die Vernarbung? Was ist mit dem verbleibenden Material erreichbar? Diese Einschätzung geben wir bei der Beratung in Österreich, auch wenn sie manchmal lautet, dass weniger möglich ist als erhofft.
Zum Ablauf einer Behandlung siehe die Verfahrensseite.
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